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Erfahrungsbericht zum Lehrgang "Mit Leichtigkeit zu höheren Dressurlektionan" bei Corinna Lehmann

Erfahrungsbericht zum Lehrgang "Mit Leichtigkeit zu höheren Dressurlektionan" bei Corinna Lehmann

geschrieben von B. Anhuth am 11.05.2007
Völlig neugierig bin ich mit meinem 9jährigen "Riesen", der z.T. ausgebildet ist bis S (2-erWechsel, Passage, Piaffe) zu diesem Lehrgang, der mir wärmstens von Dr. Heuschmann, WAF, anempfohlen wurde, im Dezember 2006 losgefahren. Immer wieder bin ich im Laufe der Ausbildung dieses Pferdes auf der Suche nach Reitlehrern mit "horsemanchip", die mir nicht nur bei der Erlernung und Verfeinerung der einzelnen Lektionen behilflich sind, sondern genau das, nämlich die Leichtigkeit, uns beiden näher bringen können.
Der Titel war Programm. Mich hat der "rote Faden" fasziniert, mit dem Corinna erst einen theoretischen Backround geschaffen hat, den sie dann erst bei der Demonstration und dann im praktischen Teil für uns nachvollziehbar näher brachte. Schon der theoretische Teil war mal ganz etwas anderes. Auf ihre ganz eigene Art hat es Corinna verstanden, jedem, egal auf welchem Niveau er stand, die anatomischen Zusammenhänge mit dem was wir "Klassische Ausbildung" nennen, näher zu bringen. Und das war noch nicht einmal trockene Theorie. Aber die Praxis erst. Corinna brauchte bei uns 2 Demonstrationspferde um uns den Weg der Ausbildung zu zeigen. Beim 2. Pferd bot sich meiner an, da er ja weit ausgebildet ist. ICH ritt ihn bis dato immer mit Rädchensporten und langer,langer Gerte. Corinna kletterte ohne! Sporen auf mein "Pony" (1, 74m) und ritt ihn nach 30 min in allen Lektionen bis zur höchsten Versammlung am KLEINEN Finger. Das war eine feine Demonstration, wie gezielt man Reiterhilfen einsetzten kann. Ehrlicherweise muss ich zugeben, habe ich Corinna gefragt, ob ich denn auch ohne Sporen reiten sollte. "Ja, lass dich doch einfach mal darauf ein." Habe ich. Als meine Praxisstunde kam, ließ ich die Sporen, wenn auch skeptisch, hängen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, schließlich muß man auch die "alten" Hilfen erst mal ausblenden, lief mein Großer immer lockerer, immer versammelter.
Die Krönung allerdings war, als Corina mit Handarbeit angefangen hat.
So etwas habe ich/wir bis dato noch nicht gesehen. Sie tanzte förmlich im Takt neben meinem Pferd her und tuschierte ihn mal unten, mal oben, mal am Sprunggelenk. Ich war nur noch oben drauf Statist, durfte nur noch fühlen, was alles in meinem Pferd steckt, zu was er sich animieren lässt, und das mehr oder weniger von alleine. "NUR" mit den leichtesten Hilfen zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle. Hochachtung vor so viel Feinfühligkeit seitens Corinna, Hochachtung vor meinem Pferd, der sich so schnell auf diese "weiche" Art der Hilfengebung einließ und sich bis zur schönsten Piaffe locken ließ.
Danke euch Beiden.
Endlich habe ich einen Weg gefunden auch ohne "scharfe" Bewaffnung feinfühlig in die höchsten Lektionen zu reiten.
Eben mit Leichtigkeit.